Newsletter Oktober 2024

Sehr geehrte ärztliche Kolleginnen und Kollegen,

in dieser Ausgabe rücken wir interessante Menschen ins Blickfeld, die mit großem Engagement und einer hohen Professionalität auf sich aufmerksam gemacht haben – sei es als prägende Figur in der Krankenhausleitung, als Förderer eines innovativen Studienganges oder als amtierende Deutsche Meisterin der Pflege, die sich bei den Weltmeisterschaften der Berufe – den „Word Skills 2024“ – bravourös geschlagen hat. Es sind Menschen, die mit ihrem Können, ihrer Einsatzbereitschaft und Hingabe  für andere da sind, wenn diese auf Hilfe angewiesen sind. Sie stehen exemplarisch für eine professionelle und dabei ebenso innovative wie zugewandte Patientenversorgung. Wir sind sehr stolz, viele solcher engagierten und fachlich versierten Persönlichkeiten in unseren Reihen zu wissen. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Zeit bei der Lektüre der neuen „Bethanien News“!

Freundliche Grüße

Prof. Dr. med. habil. Michael Fröhner
Ärztlicher Direktor

Solvig Geyer
Pflegedirektorin

Dirk Herrmann
Kaufm. Geschäftsführer

Michael Veihelmann
Theol. Geschäftsführer

Anett Hauck
Betriebsdirektorin

Zwei Jahrzehnte voller Einsatz für die mitteldeutsche Krankenhauslandschaft

Ende September wurde mit Cornelia Schricker die langjährige Kaufmännische Geschäftsführerin der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz in den verdienten Ruhestand verabschiedet (im Bild stellvertretend vom Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Michael Fröhner). Insgesamt war sie knapp 40 Jahre als Kauffrau in unterschiedlichen Branchen und mehr als die Hälfte ihres erfolgreichen Berufslebens in der Gesundheitswirtschaft tätig.

Seit 2003 war sie in der Chemnitzer Zeisigwaldstraße eine Institution – zuerst als Betriebsdirektorin, später als Geschäftsführerin des Krankenhauses und zahlreicher weiterer Einrichtungen. Von 2020 an bildete sie mit Dirk Herrmann auch die Geschäftsführung der AGAPLESION MITTELDEUTSCHLAND. „Ich gehe, wie man so schön sagt, mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt die die 63-Jährige zum Abschied. „Mit Dankbarkeit und  auch etwas Stolz blicke ich auf eine ebenso erfüllende wie erfolgreiche Zeit zurück, aber in den Moment des Abschieds mischt sich natürlich auch etwas Wehmut. Es war mir eine Ehre, dass ich als überzeugte Christin die Entwicklung unserer Einrichtungen gemeinsam mit allen hier tätigen Mitarbeitenden gestalten durfte.“

In ihrer neuen Lebensphase möchte sie es nun etwas ruhiger angehen lassen und sich mehr Zeit für schöne Dinge wie Lesen und Reisen nehmen. „Darüber hinaus werde ich weiterhin auch mein fachliches Know-how einbringen und mich in Ehrenämtern engagieren.“ Und wer wird in absehbarer Zeit die Nachfolge von Cornelia Schricker antreten? Darüber informieren wir Sie gern in der nächsten Ausgabe unserer „Bethanien News“.

Cornelia Schricker bei der Verabschiedung durch den Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. med. habil. Michael Fröhner. Foto: Brenda Koch

Premiere für „HIPEC“-Behandlungsverfahren bei seltenen Tumorerkrankungen

Es gibt Chemotherapien, von denen die Öffentlichkeit bisher kaum etwas weiß. Dazu gehört auch die „Hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion“, kurz HIPEC, die bei seltenen Tumorerkrankungen im Bauchraum zum Einsatz kommen kann. Soeben wurde dieses moderne Verfahren erstmals und mit Erfolg in den Zeisigwaldkliniken Bethanien  Chemnitz durchgeführt.

Besonderheiten der HIPEC-Spezialbehandlung: Sie erfolgt im Rahmen eines operativen Eingriffs,  wobei nach der chirurgischen Entfernung von bösartigem Tumorgewebe der Bauchraum mit einem auf 41 Grad Celsius erhitzten Chemotherapeutikum gespült wird. Diese Prozedur erfolgt über insgesamt fünf Schläuche unter Zuhilfenahme mehrerer Temperatursonden. Ziel dieser kombinierten Vorgehensweise ist es, möglichst alle Krebszellen aus diesem Bereich zu entfernen. Das HIPEC-Verfahren kommt bei seltenen Tumorerkrankungen des Bauchraums zur Anwendung –  etwa bei einem fortgeschrittenen Darm- oder Magenkrebs, der bereits Metastasen im Bauchfell gebildet hat, oder beim bösartigen PMP-Tumor (Pseudomyxoma peritonei), welcher große Mengen an Schleim im Bauchraum produziert. Während es für einige dieser seltenen Tumorerkrankungen
auch alternative Verfahren wie Antikörper-oder Immuntherapie gibt, ist HIPEC bei anderen – etwa beim schleimbildenden PMP-Tumor – die derzeit einzige sinnvolle Therapieform mit kurativem Ansatz.

Seine Premiere erlebte das neuartige HIPEC-Verfahren kürzlich in unserem Krankenhaus, als bei einer 37-jährigen Patientin während einer Blinddarm-Operation eine schleimartige tumoröse Veränderung in diesem Bereich festgestellt  wurde. Um der Entwicklung einer gefährlichen PMP-Erkrankung vorzubeugen, wurde nach ausführlicher Beratung im Tumorboard des Krankenhauses festgelegt, eine HIPEC prophylaktischdurchzuführen. Unter der Leitung von Dr. Hagen Rudolph, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, verlief dieser Eingriff erfolgreich und ohne Komplikationen, weshalb bei der betreffenden Patientin nun gute Aussichten auf eine vollständige Heilung bestehen.

Chefarzt Dr. Hagen Rudolph. Foto: Manuela Häußler

Deutsche Pflege-Meisterin Anna Telle aus Chemnitz rockt die „World Skills 2024“

Als amtierende „Deutsche Meisterin der Pflege“ hat die Chemnitzer Auszubildende Anna Telle vom 10. bis 15. September an den „World Skills 2024“ in Lyon teilgenommen. Mit großem Erfolg: Im Berufsfeld „Health an Social Care“ konnte sich die 20-Jährige die Exzellenz- Medaille bei der diesjährigen Weltmeisterschaft der Berufe sichern. Sie gehört damit international zu den Besten ihres Faches.

Die Platzierung unter den Top 10 und die besondere Auszeichnung mit der sogenannten „Medallion for Excellence“, die nur an Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer besonders hohen Punktzahl von 700 Punkten und mehr vergeben wird, ist für die deutsche Starterin Anna Telle ein Riesenerfolg. „Ich bin mit dem Verlauf des Wettbewerbs und mit meinem Abschneiden absolut zufrieden und sehr stolz auf mich – denn es war schon eine riesige Herausforderung, die ich nun erfolgreich gemeistert habe“, sagt Anna Telle unmittelbar nach Bekanntgabe der Ergebnisse. „Nach der langen und intensiven Vorbereitungszeit und den überwältigenden Wettkampf-Erfahrungen freue ich mich darauf, dass ich mich nun wieder ganz auf meine Ausbildung zur Pflegefachfrau konzentrieren kann“.

Zu den diesjährigen „World Skills 2024“ reisten in der letzten Woche die nationalen Titelträger aus mehr als 70 Ländern an. Im Berufsfeld „Health and Social Care“, gingen neben Anna Telle weitere 18 Mitbewerberinnen und Mitbewerber an den Start. Insgesamt waren rund 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und mehr als 250.000 Besucherinnen und Besucher live in Lyon dabei. Parallel zur den intensiven WM-Vorbereitungen hat für Anna Telle im September das dritte und damit letzte Ausbildungsjahr im Bethanien Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe begonnen, das ebenso wie die benachbarten Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz zum mitteldeutschen Verbund von AGAPLESION gehört. Dort wurde sie nach ihrer Rückkehr aus Lyon mit rotem Teppich und großem Trubel von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern sowie den Lehrkräften empfangen.

Die Chemnitzer Auszubildende und amtierende deutsche Pflege-Meisterin Anna Telle während ihres Wettkampfes bei der Berufe-WM im französischen Lyon. Foto: WorldSkills Germany / Frank Erpinar

Leitender Oberarzt zum Professor berufen

Besondere Ehrung für Privatdozent Dr. Dirk Zajonz: Der Leitende Oberarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz wurde jüngst zum Honorarprofessor der Berufsakademie (BA) Sachsen – Staatliche Studienakademie Plauen ernannt. Damit verbunden ist die Würdigung seines langjährigen Engagements als Lehrbeauftragter für den dualen Studiengang „Physician Assistant“ am BA-Standort in Plauen.

Prof. Dr. Dirk Zajonz ist seit 2019 als Oberarzt und seit 2023 als Leitender Oberarzt in unserem Krankenhaus tätig. Zusätzlich zu seinen ärztlichen Aufgaben fungiert der 41-Jährige hier auch als Leiter der Stabsstelle Fort- und Weiterbildung. Neben der fachlichen Begleitung von Medizinstudierenden stehen hierbei auch die Studierenden des dualen Studiengangs „Physician Assistant“ (PA) im Fokus, der seit einigen Jahren am BA-Standort in Plauen angeboten wird. Seit 2019 sind wir Praxispartner der Berufsakademie (BA) Sachsen für dieses vergleichsweise neue Studienangebot. So erhalten pro Jahr zwei Studierende die Möglichkeit, hier ihre praktischen Erfahrungen im stationären Umfeld zu sammeln.

Darüber hinaus ist Prof. Zajonz als Dozent regelmäßig in Plauen vor Ort und organisiert zudem jedes Jahr einen zweiwöchigen Praxisunterricht im Chemnitzer Krankenhaus. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit betreut er zudem wissenschaftliche Arbeiten und ist als Gutachter aktiv. Seit Beginn der Kooperation mit dem Plauener Standort der Berufsakademie Sachsen wurden in unserem Krankenhaus bislang fünf PA-Studierende erfolgreich durch ihr dreijähriges duales Studium begleitet – vier von ihnen konnten im Anschluss übernommen und langfristig gebunden werden. Insgesamt sind derzeit zehn Physician Assistants in den Zeisigwaldkliniken tätig.

Der Theologische Geschäftsführer Michael Veihelmann (im Bild links), beglückwünscht Prof. Dr. Dirk Zajonz zur Honorarprofessor-Ernennung. Foto: Xaver Weinert

Physician Assistant (PA) – ein neues Berufsbild

Beim PA handelt es sich um einen medizinischen Assistenzberuf, der hierzulande relativ neu ist. Nach einer dreijährigen akademischen Ausbildung sind sie in der Lage, ärztlich delegierbare Tätigkeiten zu übernehmen und auf diese Weise Ärztinnen und Ärzte aktiv bei ihrer Arbeit zu unterstützen und zu entlasten. So können PAs einfache ärztliche Tätigkeiten in der Patientenversorgung übernehmen (z. B. Blutentnahme, EKG-Untersuchung oder Wundversorgung), an operativen Eingriffen assistierend mitwirken und komplexe Dokumentations-oder Managementprozesse eigenständig begleiten. Auf Grundlage ihrer fachlichen Kompetenzen stellen die PAs zudem eine wichtige Schnittstelle zwischen dem ärztlichen Dienst und anderen Berufsgruppen eines Krankenhauses dar.

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