Newsletter Juli 2024
Sehr geehrte ärztliche Kolleginnen und Kollegen,
Mitte Mai ist der Bundes-Klinik-Atlas (www.bundes-klinik-atlas.de) erschienen, in dem transparent dargestellt sein soll, wie gut jede einzelne deutsche Klinik in der Patientenversorgung aufgestellt ist. Auch wenn unser Krankenhaus darin überdurchschnittlich gut abschneidet, gibt es weder für interessierte Nutzerinnen und Nutzer noch für die hier abgebildeten Kliniken einen Grund zur Zufriedenheit oder gar zur Freude. Denn obwohl die Darstellung noch sehr oberflächlich gehalten ist, enthält sie viel zu viele falsche Angaben. Aus diesem Grund können wir die Nutzung zum Zwecke einer Entscheidungsfindung derzeit nicht empfehlen.
Darüber hinaus ist in den letzten Wochen wieder einiges passiert, worüber wir Sie in dieser Ausgabe unserer „Bethanien News“ gern informieren möchten.
Bleiben Sie uns gewogen und kommen Sie gut durch den Sommer!
Freundliche Grüße
Prof. Dr. med. habil. Michael Fröhner
Ärztlicher Direktor
Solvig Geyer
Pflegedirektorin
Cornelia Schricker
Kaufm. Geschäftsführerin
Michael Veihelmann
Theol. Geschäftsführer
Anett Hauck
Betriebsdirektorin
Ein Wassereis nach der OP – warum das gut und sinnvoll ist
Seit diesem Jahr kommen Patientinnen und Patienten der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz nach ihrer Operation in den Genuss einer erfrischenden Köstlichkeit. Unmittelbar nach der Narkose können sie noch im Aufwachraum ein Wassereis genießen – und das aus guten medizinischen Gründen.
Was ungewöhnlich klingt, gehört in unserem Krankenhaus tatsächlich seit kurzem zum anästhesiologischen Versorgungsangebot. Denn erfahrungsgemäß leiden bis zu 30 Prozent der Patientinnen und Patienten unter einer postoperativen Übelkeit und einem trockenen Mund als Nebenwirkung der Narkosemittel sowie gelegentlich auch unter Halsschmerzen als Folge einer künstlichen Beatmung während einer Narkose.
Die Verabreichung eines Wassereises im Aufwachraum kann solche unangenehmen Nebenwirkungen lindern bzw. verhindern, dass sie überhaupt auftreten. Es versorgt den Körper direkt mit Flüssigkeit und Nährstoffen, befeuchtet die Mundschleimhaut und kühlt den gereizten Rachenraum. Zudem sorgt es unmittelbar für ein besseres Wohlbefinden.
Diese positiven Wirkungen sind nicht nur subjektiv spürbar, sondern lassen sich auch wissenschaftlich belegen. So zeigte eine niederländische Studie, die 2017 im British Journal of Anaesthesia publiziert wurde, dass der Verzehr von Wassereis die postoperative Übelkeit und Erbrechen unter den Probanden halbieren konnte.
„Wir haben seit der Einführung bereits sehr gute Erfahrungen damit gemacht, unsere Patienten nach überstandener OP mit einem Eis zu überraschen“, sagt Sören Weber als OP-Manager und Oberarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz. „Es zeigt sich tatsächlich ein lindernder Effekt und eine gute Verträglichkeit, weshalb dieses Angebot sehr gern angenommen wird.“
Im Aufwachraum erhalten die Patientinnen und Patienten ihr Wunscheis, nachdem sie wieder vollständig wach und orientiert sind. Rund ein Dutzend der medizinisch sinnvollen Eisportionen werden so täglich ausgegeben.
Ein postoperativ verabreichtes Wassereis ist nicht nur lecker und erfrischend, sondern kann auch für den weiteren Genesungsprozess sehr sinnvoll sein. Foto: Manuela Häußler
Silber-Status bei der „Aktion Saubere Hände“
Die Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz erfüllen nachweislich sehr hohe Anforderungen im Bereich der Händedesinfektion und Händehygiene. Der im März 2022 erlangte Silber-Status der bundesweiten Initiative „Aktion Saubere Hände“ (ASH) konnte jüngst im Rahmen einer erneuten Zertifizierung erfolgreich bestätigt werden. Das Gütesiegel gilt nun für zwei weitere Jahre und ist ein starker Beleg für eine hohe Patientensicherheit.
„Wir sind sehr stolz darüber, dass wir weiterhin zu dem eher kleinen Kreis der Krankenhäuser gehören, die sich dieses besondere Gütesiegel wieder durch effektive und auch strenge Hygienemaßnahmen erarbeitet haben“, freut sich Prof. Dr. Michael Fröhner als Ärztlicher Direktor der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz. „Diese Auszeichnung zeigt uns einmal mehr, dass unsere Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräfte eine professionelle Händedesinfektion in ihrer täglichen Arbeit jederzeit ernst nehmen.“
Weitere Informationen: www.aktion-sauberehaende.de
Mit einigem Stolz präsentieren die Hygienefachkräfte Annett Melzer (links) und Anja Dietz das erneuerte Gütesiegel gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Michael Fröhner. Foto: Mathias Höhne
„Medizin im Dialog“: Neue Staffel mit Gesundheitsvorträgen gestartet
Über viele Jahre waren die Gesundheitsforen eine feste Größe im Veranstaltungsangebot der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz. Mehrmals im Jahr konnten sich Interessierte aus Stadt und Region in leicht verständlichen Vorträgen über den neuesten Stand der Medizin informieren und dabei auch mit den Fachexperten ins Gespräch kommen. Nachdem das etablierte Format während der Corona-Pandemie vorübergehend eingestellt werden musste, erlebt es nun seine Neuauflage. Unter der neuen Überschrift „Medizin im Dialog“ startete die diesjährige Reihe bereits am 11. Juni mit einem Vortrag über „Divertikulitis im Darm“, der auf großes öffentliches Interesse gestoßen ist.
Die weiteren Veranstaltungen finden jeweils ab 16 Uhr in der Mitarbeiter-Cafeteria unseres Krankenhauses statt und sind kostenfrei.
Folgende Themen stehen bis zum Jahresende auf dem Programm:
- 18.09.2024: Refluxösophagitis – die neue Volkskrankheit?
- 24.10.2024: AGA Endo Fit: Fit für das neue Kunstgelenk – Neues Behandlungskonzept bei Knie- und Hüftgelenksersatz
- 12.11.2024: Schwere Krankheit und notwendige Entscheidungen – Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung“
- 11.12.2024: Medikamentöse Rheumatherapie
OP-Roboter „Da Vinci X“ ab sofort klinikübergreifend im Einsatz
Seit knapp drei Jahren gehört das roboterassistierte System „Da Vinci X“ fest zum operativen Leistungsangebot der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz. Nachdem der besondere OP-Roboter bislang ausschließlich von der Klinik für Urologie genutzt wurde, kam er nun erstmals auch für einen speziellen Eingriff in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie zum Einsatz.
Operiert wurde ein 81-jähriger Patient, dem unter Zuhilfenahme des „Da Vinci X“-Chirurgiesystems ein Krebsgeschwür aus dem Mastdarm (ein so genanntes Rektumkarzinom) in minimal-invasiver Form entfernt wurde. Der Eingriff wurde vom chirurgischen Chefarzt Dr. Hagen Rudolph durchgeführt und verlief reibungslos. Neben dem eingespielten OP-Team wurde er durch einen erfahrenen Roboter-Operateur aus dem Verbund von AGAPLESION unterstützt, dem auch die Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz angehören.
„Gerade bei schwereren Operationen im Darmbereich bietet sich die Roboterassistenz sehr an, da auf diese Weise eine noch präzisere Präparation möglich ist und dabei auch die Nervenbahnen im Beckenbereich besser geschont werden können“, erläutert Chefarzt Dr. Hagen Rudolph, der die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie seit März dieses Jahres leitet. „Besonders positiv kann sich dieses behutsame Vorgehen dabei auf die Stuhl- und Blasenfunktion auswirken sowie auf den Erhalt der Sexualfunktion, was gerade für jüngere Patienten von großer Bedeutung ist.“
Das „Da Vinci X“-Chirurgiesystem wurde Mitte 2021 für 1,3 Millionen Euro aus Eigenmitteln der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz angeschafft und hier seitdem von der Klinik für Urologie genutzt. Rund 200 Mal kam der OP-Roboter bislang bereits für spezielle urologische Eingriffe zum Einsatz – u. a. bei einer medizinisch notwendigen Entfernung der Prostata oder der Niere bzw. von Tumoren an der Niere oder Nebenniere.
Zusätzlich zu den weiterhin in gleichem Umfang durchgeführten roboterassistierten Eingriffen der Klinik für Urologie ist in der Klinik für Allgemein und Viszeralchirurgie mittel- und langfristig geplant, neben bestimmten Darmoperationen auch Eingriffe an der Leber und der Bauchspeicheldrüse robotisch durchzuführen. Dazu sollen nach und nach weitere Operateure in das „Da Vinci X“- System eingearbeitet werden.
In der viszeralchirurgischen Klinik wurde die erste roboterassistierte Operation von Chefarzt Dr. Hagen Rudolph durchgeführt. Fotos: Mathias Höhne
Diensteinführung für neues Chefarzt-Trio
Seit Jahresbeginn haben (v. l. n. r.) Dr. Hagen Rudolph (Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie), Prof. Dr. Andreas Fichtner (Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin) und Dr. Albrecht Ohse (Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie und Kardiologie) wichtige medizinische Leitungsfunktionen in den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz übernommen. Am 15. Mai erfolgte die offizielle Diensteinführung im Rahmen einer Festveranstaltung, die im ODC Oberdeck Chemnitz stattfand. Wir freuen uns, dass alle Führungswechsel erfolgreich vollzogen werden konnten und nunmehr wieder alle Chefarztpositionen in unserem Krankenhaus kompetent besetzt sind.
Foto: Manuela Häußler
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