Newsletter April 2023

Sehr geehrte ärztliche Kolleginnen und Kollegen,

auf Basis neuer rechtlicher Regelungen auf Bundes- und Landesebene haben sich seit Anfang März auch in unserem Haus die Corona-Regelungen geändert. Nunmehr gilt keine generelle Maskenpflicht mehr, und auch Testungen werden nur noch anlassbezogen durchgeführt.

Diese Änderungen lassen uns spüren, dass wir die Pandemie allmählich hinter uns lassen. Aber wir sind noch nicht durch. Und es macht in vielen Situationen des Alltags weiterhin Sinn, sich und andere durch das Anlegen einer Maske vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.

Was es sonst noch Neues zu berichten gibt, lesen Sie in dieser Ausgabe unserer „Bethanien News“.

Dr. med. Peter Wolf
Ärztlicher Direktor

Anke Jentzsch
Pflegedirektorin

Cornelia Schricker
Kaufm. Geschäftsführerin

Michael Veihelmann
Theol. Geschäftsführer

Neuer Schockraum für eine optimale Notfallversorgung

Im Bereich der Notfallversorgung haben die Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz ihre räumlichen, strukturellen und personellen Gegebenheiten weiter verbessert. So steht ab sofort ein neuer und größerer Schockraum mit moderner Ausstattung zur Verfügung, der auch eine Teilnahme am Verletzungsartenverfahren (VAV) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ermöglicht. Konkret bedeutet dies, dass nun ein deutlich größeres Spektrum an berufsbedingten Unfallverletzungen hier behandelt werden kann. Der neue Schockraum ist reichlich 40 Quadratmeter groß und erfüllt damit die räumlichen Voraussetzungen, um am Verletzungsartenverfahren teilnehmen zu können. Parallel zur regulären Patientenversorgung wurden innerhalb weniger Wochen mehrere kleinere Räume der Notaufnahme zurückgebaut und zu einem deutlich größeren Schockraum zusammengefasst. In den Umbau und die medizintechnische Ausstattung wurden knapp 50.000 Euro aus Eigenmitteln investiert. Im nächsten Schritt wird nun der ehemalige kleinere Schockraum in einen neuen Gipsraum umfunktioniert.

Neuer D-Arzt ermöglicht VAV-Beteiligung

Neben den räumlichen Gegebenheiten und einer entsprechenden Ausstattung braucht es vor Ort auch einen so genannten Durchgangsarzt (D-Arzt), um an der medizinischen Versorgung von Arbeits- und Wegeunfällen teilnehmen zu können. Diese Funktion wird seit Dezember 2022 vom Leitenden Oberarzt Dr. Rainer Fruth ausgeführt. Zuvor war Oberarzt Dr. Bernd Rascher über viele Jahre und bis zu seinem Ruhestand als D-Arzt in den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz tätig. Sein Nachfolger Dr. Fruth hat zugleich die Leitung der Abteilung Unfallchirurgie von ihm übernommen und gehört seit fast sieben Jahren zum Kernteam in der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Krankenhauses.

Da er als neuer Durchgangsarzt die persönlichen Voraussetzungen für das Verletzungsartenverfahren erfüllt und mit dem neuen Schockraum nun auch die strukturellen Voraussetzungen gegeben sind, bewilligte die DGUV jüngst den Antrag auf Beteiligung am VAV.

Klare Versorgungsstrukturen bei Arbeitsunfällen & Co.

Die Behandlung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten erfolgt grundsätzlich unter Federführung und auf Kosten der jeweils zuständigen Berufsgenossenschaft. Nach der Begutachtung durch den D-Arzt findet die notwendige Versorgung in einer spezialisierten Klinik auf Basis eines dreistufigen Konzeptes statt. Während die Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz bisher lediglich am Stationären Durchgangsarztverfahren (DAV) teilnehmen konnten, beteiligen sie sich nun am umfassenderen Verletzungsartenverfahren (VAV). Die höchste Stufe der stationären Heilverfahren, das Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV), bleibt den Maximalversorgern vorbehalten.

Medizinische Kompetenz in der Breite und Tiefe

Dass die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz bestens gerüstet ist für eine VAV-Beteiligung im Allgemeinen und für eine optimale Schockraumversorgung im Besonderen, zeigt ein Blick auf die aktuell vorliegenden Qualifikationen. So haben alle ärztlichen Kolleginnen und Kollegen das Ausbildungsprogramm „Advanced Trauma Life Support" (ATLS) erfolgreich absolviert, das weltweit anerkannt und zudem eine wichtige Grundlage ist, um schwerverletzte Patienten im Schockraum behandeln zu können. Darüber hinaus haben gleich mehrere Oberärzte die zusätzliche Spezialisierung der „Speziellen Unfallchirurgie“ erworben. „Unsere Klinik verfügt seit vielen Jahren über eine sehr hohe unfallchirurgische Kompetenz und ist als Traumazentrum zertifiziert“, erläutert Prof. Dr. Torsten Prietzel als Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. „Ich empfinde die VAV-Beteiligung daher als den nächsten konsequenten Entwicklungsschritt, der unserem breiten Behandlungsspektrum und der hohen Versorgungsqualität Rechnung trägt.“

Im neuen Schockraum: Chefarzt Prof. Dr. Torsten Prietzel (l.) und sein Leitender Oberarzt und D-Arzt Dr. Rainer Fruth. Foto: Manuela Häußler

D-Arzt-Sprechstunde

Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Leitender Oberarzt Dr. med. Rainer Fruth
Mo 13:00 - 15:00 Uhr
Mi 14:00 - 15:00 Uhr
Fr 09:00 - 11:00 Uhr

Telefonische Terminvereinbarung:

(0371) 430-1517

100. Robotik-OP in der Klinik für Urologie

Anfang März wurde in der Klinik für Urologie der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz die 100. robotergestützte Operation durchgeführt. Der Operationsroboter „Da Vinci X“ ist seit August 2021 in unserem Krankenhaus im Einsatz. Bisher wird er von der Klinik für Urologie vor allem für radikale Prostatektomien, Nieren- und Nebennierentumor-Operationen sowie Nierenentfernungen genutzt. In Zukunft ist auch der Einsatz in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie geplant.

Der Operationsroboter wurde für rund 1,3 Millionen Euro aus Eigenmitteln beschafft. Die Investition war erforderlich, um Anschluss an die Entwicklung der modernen Medizin zu halten und junge Ärztinnen und Ärzte nach dem neuesten Stand der Technik ausbilden zu können. Im Jahr 2022 behandelte die Klinik für Urologie der Zeisigwaldkliniken Chemnitz 5478 stationäre Patienten und gehört damit zu den größten urologischen Behandlungszentren im Bundesgebiet. Trotz insgesamt höherer Kosten, die mit dem Einsatz eines OP-Roboters verbunden sind, fallen für die Patientinnen und Patienten keine Zusatzkosten an.

Roboterassistierte Eingriffe sind minimal-invasiv und elegant; eindeutige Nachweise zu Vorteilen gegenüber offenen Operationen hinsichtlich einer Tumorkontrolle oder langfristigen Wiederherstellung von Organfunktionen gibt es jedoch nicht. Die Mehrwerte ergeben sich in erster Linie für die Patientinnen und Patienten mit Blick auf einen geringeren Blutverlust und eine schnellere Genesungszeit.

Die Entscheidung für einen roboterassistierten Eingriff darf nicht mit zusätzlichen Risiken verbunden sein. Darum suchen wir die Patientinnen und Patienten besonders sorgfältig aus. Bleiben Zweifel bestehen, etwa bei möglicherweise fortgeschrittenen oder aggressiven Tumoren, bevorzugen wir eher eine offene Operation. Durch diese sorgfältige Auswahl können auch junge Ärztinnen und Ärzte unter Anleitung durch den Chefarzt mit dem OP-Roboter arbeiten, ohne dass dadurch Risiken entstehen.

Es ist geplant, die Zahl der roboterassistierten Eingriffe weiter zu erhöhen, ohne dabei die vergleichsweise strengen Kriterien bei der Patientenauswahl zu verändern.

Anfang März steuerte Chefarzt Prof. Dr. Michael Fröhner bereits den 100. urologischen Eingriff über die Konsole des „Da Vinci X“-Systems. Foto: Manuela Häußler

Klinik für Urologie

Chefarzt Prof. Dr. med. Michael Fröhner
Telefon: (0371) 430-1701
E-Mail: urologie@bethanien-sachsen.de

Chemnitzer Hausärzte besuchen Notaufnahme

Auf Einladung der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE) besuchte Anfang April der Stammtisch des Weiterbildungsverbundes „Hausärzte für Chemnitz“ die Notaufnahme der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz. Der Begegnungsort für das jüngste der regelmäßig stattfindenden Treffen war passend gewählt, ging es doch dieses Mal insbesondere um die Behandlung von Notfällen. Dabei schilderte Oberarzt Dr. Dietmar Schuffert die Struktur und Funktionsweise der von ihm geleiten Notaufnahme der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz. Er führte die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen durch die Räumlichkeiten, in denen täglich rund um die Uhr Notfälle aus Stadt und Region behandelt werden. Das Interesse war groß und der fachliche Austausch intensiv. Es wurde verabredet, weitere Treffen dieser Art zum gegenseitigen Kennenlernen und praxisnahen Austausch durchzuführen.

Zentrale Notaufnahme

Oberarzt Dr. med. Dietmar Schuffert
Telefon: (0371) 430-1190, -1807

„Pflege ist Liebe“: Einladung zum Fachkongress

Aus Anlass des „Internationalen Tages der Pflege“ veranstalten die Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz am 12. Mai 2023 einen überregional ausgerichteten Fachkongress. Er steht unter der Überschrift „Pflege ist Liebe“ und findet im Carlowitz Congresscenter Chemnitz statt. Das thematische Angebot der Vorträge und Workshops reicht von Achtsamkeit in der Pflege sowie Angehörigenbegleitung und Krisenintervention in der Intensiv- und Notfallpflege über die Begleitung von Demenzpatienten, Trauerarbeit und Palliative Care bis hin zu „New Work in der Pflege“ und der Frage, wie man auch im Schichtdienst gesund bleiben kann. Die Kongressgebühr beträgt 98 Euro (ermäßigt 48 Euro). Anmeldungen sind bis zum Veranstaltungstag kurzfristig möglich unter: www.bethanien-chemnitz.de/pflegekongress

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