Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz

Patientensicherheit

Patientensicherheit

Die Patientensicherheit ist in den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz ein unverzichtbarer Bestandteil des Qualitätsmanagements. Um eine größtmögliche Sicherheit der Patienten zu gewährleisten sind in verschiedenen Bereichen ganz unterschiedliche Mitarbeitende für die Sicherheit der Patienten verantwortlich.

Initiative Qualitätsmedizin (IQM)

Mit Routinedaten, Transparenz und Peer Review zu mehr Qualität im Krankenhaus

Die Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz sind Mitglied der Initiative Qualitätsmedizin- kurz IQM. Diese trägerübergreifende Initiative bietet Krankenhäusern in Deutschland, Österreich und Schweiz die Möglichkeit durch:

1. Qualitätsmessung mit Indikatoren auf Basis von Routinedaten
2. Transparenz der Ergebnisse durch deren Veröffentlichung
3. Qualitätsverbesserung durch Peer Review Verfahren ihre medizinische Behandlungsqualität stetig und transparent zu verbessern.

Mit der Teilnahme an der IQM gehen die Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz damit freiwillig weit über die bestehenden gesetzlichen Anforderungen zur Qualitätssicherung hinaus und setzen im Interesse bester Medizin und größtmöglicher Patientensicherheit Maßstäbe. Dies beinhaltet auch die regelmäßige Information der Öffentlichkeit über die medizinischen Qualitätsergebnisse. Neugierig geworden? Mehr zur IQM finden Sie hier.

IQM-Qualitätsergebnisse:

Die aktuellen, nach der G-IQI Version 5.1 ausgewerteten Ergebnisse, finden Sie hier.

 

OP

Um die Patientensicherheit bei operativen Eingriffen zu erhöhen, existiert in den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz ein OP-Statut, in welchem die Verantwortlichkeiten und Pflichten sowie Vorgehensweisen ausführlich dargestellt und geregelt sind. An einer von der World Health Organization (WHO) herausgegebenen „Sicherheits-Checkliste für chirurgische Eingriffe“ wird sich im Krankenhaus orientiert. Diese Checkliste enthält 19 Sicherheitsfragen, die bei jedem chirurgischen Eingriff vor der Narkose, vor dem ersten Hautschnitt und vor dem Verlassen des OPs von den OP-Mitarbeitenden abgearbeitet werden soll. So muss zum Beispiel der Patient unmittelbar vor der Narkose nach seinem Namen und der zu operierenden Körperseite gefragt werden. Vor dem ersten Hautschnitt bestätigen Chirurg, Anästhesist und OP-Pflegekräfte nochmals verbal den Namen des Patienten und die zu operierende Körperseite. Durch Ankreuzen und durch ihre Unterschrift auf der Checkliste dokumentieren Operateur und Narkosearzt, dass alle sicherheitsrelevanten Fragen gestellt worden sind.

Wundmanagement

Im Rahmen des Wundmanagements arbeitet in den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz eine speziell geschulte pflegerische Fachkraft als Wundmanager. Diese Fachkraft unterstützt die Stationen bei der Erfassung und Dokumentation von Wunden und deren Behandlung. Sie betreut, nach ärztlicher Absprache, Patienten mit Wunden unterschiedlicher Ursachen, individuell und phasengerecht. Dafür stehen im Krankenhaus bewährte und innovative Wundauflagen bzw. Wundbehandlungssysteme zur Verfügung. Im Rahmen des Pflegenetzes, aber auch darüber hinaus, wird durch gezielte Absprachen, zeitnahe Übermittlung der Dokumentation und gemeinsame Wundvisiten mit den weiter betreuenden Pflegekräften eine optimale Nachbetreuung organisiert.

 

CIRS= Critical Incident Reporting Systeme

übersetzt: Zwischenfallmanagement

Als ein wichtiges Element im Rahmen der Steigerung der Patientensicherheit betrachten wir in unserem Krankenhaus das Programm „Critical Incident Reporting Systeme“ (CIRS) (übersetzt: Zwischenfallmanagement).

Da ein Krankenhaus komplexe Strukturen beinhaltet in denen viele Mitarbeitenden an der Behandlung der Patienten mitwirken, müssen für eine gute Behandlungsqualität die Arbeitsabläufe der Mitarbeitenden wirkungsvoll organisiert und koordiniert sein. Es ist wichtig, mögliche Schwachstellen in diesen Arbeitsabläufen frühzeitig zu entdecken und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dafür wurde in den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz im Mai 2009 ein CIRS eingeführt. Durch das CIRS können die Risiken in der Patientenversorgung wirkungsvoll identifiziert und  geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung und Verbesserung der Patientensicherheit ausgewählt und eingeleitet werden.

Mit Hilfe eines speziellen Programms werden in den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz durch das CIRS Berichte von unseren Mitarbeitenden über unerwünschte Ereignisse in standardisierter Form gesammelt und durch ein CIRS-Auswertungsteam bearbeitet, um gleichgeartete Risiken künftig auszuschließen. Entscheidend ist, dass CIRS sich an den realen Gegebenheiten vor Ort orientiert und so ein Risikomanagement individuellen Zuschnitts entstehen kann, das den Bedürfnissen unseres Krankenhauses und der behandelten Patienten Rechnung trägt.

In einem steten Kreislauf von Bericht, Analyse und Verbesserungsmaßnahme hilft CIRS, Brücken zwischen Verantwortlichen und Beteiligten zu schlagen. Deshalb steht unseren Mitarbeitenden mit CIRS ein Instrument zur Verfügung, welches den Erlebnis- und Erfahrungsschatz der Mitarbeitenden als Ressource für den Aufbau eines hausinternen Risikomanagements nutzen kann.  Dies immer mit dem grundsätzlichen Ziel, mehr Sicherheit für Patienten, wie aber auch für Mitarbeitende, zu erreichen.