Regionalanästhesie in der Notfallmedizin: Fortbildungsangebot aus Chemnitz etabliert sich bundesweit
Spezialkurs zur Akutschmerztherapie geht in die nächste Runde
Vor diesem Hintergrund wird das ursprünglich in Chemnitz entwickelte Kursformat inzwischen durch die Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) weiterentwickelt und im Rahmen des Notfallcampus bundesweit angeboten.
Praxisnahe Schmerztherapie für den Notfallalltag
Die Veranstaltung steht erneut unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Fichtner, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz. Im Mittelpunkt des Kurses steht die Vermittlung von einfachen, schnellen und sicheren regionalanästhesiologischen Verfahren, die speziell für den Einsatz in der Notfallmedizin angepasst wurden.
Diese ermöglichen eine deutlich effizientere Versorgung, da sie:
- eine schnelle und oft bessere Schmerzreduktion bewirken
- die Kooperation von Patientinnen und Patienten verbessern
- Abläufe in Notaufnahme und Präklinik vereinfachen
- und potenzielle Komplikationen reduzieren

Realistische Simulationen statt Seminarraum
Ein zentrales Merkmal des Kurses ist der hohe Praxisanteil:
Die Teilnehmenden trainieren in Kleingruppen unter realitätsnahen Bedingungen und lernen, die Techniken direkt im notfallmedizinischen Kontext anzuwenden.
Hierfür werden:
- typische Szenarien aus Notaufnahme und Rettungsdienst simuliert
- Patientensituationen unter Zeitdruck nachgestellt
- unterschiedliche Alters- und Risikogruppen berücksichtigt
Im Fokus steht dabei nicht nur die einzelne Technik, sondern der gesamte Behandlungsprozess im Notfall – von der Indikationsstellung bis zur praktischen Umsetzung.
Innovative Verfahren mit wachsender Bedeutung
„Regionalanästhesie ermöglicht es, Schmerzen im Notfall schnell und effektiv zu kontrollieren – oft mit nur einer gezielten Injektion“, erklärt Kursleiter Prof. Dr. Andreas Fichtner.
„Während diese Verfahren im OP-Setting bereits etabliert sind, ist es entscheidend, sie auch für die besonderen Bedingungen in der Notfallmedizin weiterzuentwickeln und breit zu vermitteln.“
Genau diesen Ansatz verfolgt der Kurs und zeigt, wie die Techniken auch unter erschwerten Bedingungen – etwa bei sich bewegenden Patienten oder unter Zeitdruck – sicher angewendet werden können.
Bundesweite Perspektive und begrenzte Plätze
Mit der Integration in den DGINA-Notfallcampus wird das Chemnitzer Kursformat zunehmend bundesweit etabliert. Neben Chemnitz sind weitere Kursstandorte in Planung.
Am Standort Chemnitz bleibt die Nachfrage weiterhin hoch.
Aufgrund des intensiven Praxisformats ist die Teilnehmerzahl bewusst begrenzt.